Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach
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Oberviechtacher Mittelschüler schaffen Wildlebensraum

Die Doktor-Eisenbarth-Mittelschule wurde vor einiger Zeit als Umweltschule in Europa ausgezeichnet und stellt die Nachhaltigkeit dieses Profils durch vielfältige Umweltprojekte immer wieder unter Beweis. Zuletzt wurde in der Nähe der Schule ein Wildlebensraum geschaffen, um einer Vielfalt von Tieren und Pflanzen Entfaltungsmöglichkeiten zu geben.

Für die Planung und Durchführung des Projekts holte man sich einen Fachmann: Balduin Schönberger ist Wildlebensraum-Berater am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regensburg-Schwandorf und plante zusammen mit Schülern und Lehrkräften diesen naturnahen Bereich und half bei der Durchführung. Der Platz neben der Tennisanlage wurde von der Stadt im Rahmen der Biodiversitätsstrategie zur Verfügung gestellt, der Bauhof stand ebenfalls unterstützend zu Seite. Die Bäume und Sämereien sowie die Informationstafeln steuerte das AELF bei.

Nachdem einige Schulklassen schon Vorarbeiten geleistet hatten, erfolgte letzten Mittwoch die Fertigstellung dieser besonderen Anlage. Viele Schülerinnen und Schüler legten engagiert Hand an und schufen so verschiedene Lebensräume für Insekten, Vögel, Amphibien und andere Wildtiere. Dazu wurden ein Steinhaufen, eine Grassodenmauer, eine Totholzlage, Blüh- und Sandstreifen angelegt. Es wurden drei Apfelbäume gepflanzt und die bereits vorhandene Hecke in das Projekt mit einbezogen.

Auch der Leiter des AELF Regensburg-Schwandorf, Georg Mayer, konnte sich davon überzeugen, dass die Projektgelder bestens angelegt sind. „Überall sollten solche Bereiche wieder entstehen. Ihr könnt dazu beitragen, dass ein Netzwerk von solchen Wildlebensräumen entsteht“, ermunterte er die Schülerinnen und Schüler.

Drei Hinweistafeln beschreiben die Bereiche, welche diese besondere Fläche jetzt ausmachen: Die naturnahe Hecke ist Nahrungsquelle, Brut- bzw. Aufzuchtplatz, Deckung und Winterquartier für viele Tiere. Die Streuobstwiese bietet Lebensraum für 5000 Pflanzen- und Tierarten. Dazu dient sie den Menschen als Erholungs- und Erlebnisraum und liefert gesunde Lebensmittel. Die angelegten Blühflächen erfüllen die Lebensraumansprüche zahlreicher wildlebender Tierarten wie Rebhuhn, Wildbienen, Feldhase Stieglitz und Co. im gesamten Jahresverlauf.

Auch Bürgermeister Rudolf Teplitzky war bei seinem Besuch des Projekttages voll des Lobes: „Ich finde dies eine großartige Aktion, die bestens zur Biodiversitäts-Strategie Oberviechtach passt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, das Projekt zu besuchen und sich Anregungen zu holen!“

Zum Abschluss des Projekttages dankte Rektor Werner Winderl den fleißigen Mädchen und Buben und ihren Lehrkräften. Sein besonderer Dank galt Wildlebensraum-Berater Balduin Schönberger, der zusammen mit Hausmeister Wolfgang Hösl und Mitarbeitern des städtischen Bauhofs beste Voraussetzungen geschaffen hat. Natürlich wäre das Projekt ohne die Unterstützung durch das AELF und die Bereitstellung der Fläche durch die Stadt nicht möglich gewesen.

Werner Winderl


Die Schülerinnen und Schüler bei der Arbeit für den „Wildlebensraum“.

Gruppenbild vor den Info-Tafeln (stehend rechts: Wildlebensraum-Berater Balduin Schönberger/Vierter von rechts: Leiter des AELF Regensburg-Schwandorf, Georg Mayer).


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