Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach
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Wenn Unterrichtsstoff lebendig wird ...

Einem ganz besonderen Projekt widmeten sich die Klassen 9D-M und 6A zusammen mit ihren Klassenleitern in den Wochen vor den Faschingsferien. Beide Klassen nahmen sich vor, Hühnereier zu bebrüten. Dabei sollte die Entwicklung des Embryos beobachtet und das Thema Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft thematisiert werden.

Für die Durchführung des Projekts wurde eigens eine kleine Brutmaschine besorgt und ein kleiner Stall im Klassenzimmer der 9. Klasse aufgebaut. Nun war es an der Zeit, geeignetes Brutmaterial zu organisieren. Dies war gar nicht so einfach, da sich nur in befruchteten Eiern Embryos entwickeln können. Also wurden kurzum echte Bauerneier beschafft, bei denen sichergestellt war, dass die Hühner mit einem Hahn zusammenleben.

Am ersten Tag des Experiments wurden die Eier vorsichtig in die Brutmaschine eingelegt. Von nun an mussten die Schülerinnen und Schüler täglich sicherstellen, dass die Bruttemperatur immer exakt bei 38,4 Grad-Celsius lag. Darüber hinaus mussten die Eier nun 21 Tage lang immer wieder auf Schäden kontrolliert werden.

Mit einer speziellen Taschenlampe wurden die Eier ab dem 7. Bruttag durchleuchtet, um die Entwicklung der Embryos im Ei zu beobachten. Unbefruchtete Eier mussten aussortiert werden. Nach 20 Tagen schließlich stieg die Spannung deutlich an. Erste Pieps-Laute waren aus der Brutmaschine zu vernehmen.

Am Morgen des 21. Tages schließlich war das erste Küken geschlüpft. Innerhalb eines weiteren Tages schlüpften 14 weitere Küken, die alle wohlauf waren. „Unvorstellbar, wie sich innerhalb von nur drei Wochen aus einem ganz normalen Hühnerei ein überlebensfähiges Küken entwickeln kann. Das hätte ich nicht für möglich gehalten“, staunte Adrian aus der 9. Klasse.

Von nun an zogen die frisch geschlüpften Küken die volle Aufmerksamkeit der Schulfamilie auf sich. Schnell war eine Rundumversorgung sichergestellt. Täglich wurden die Jungtiere in der Vorviertelstunde ausgemistet und mit frischem Futter versorgt. Nach wenigen Tagen waren erste winzige Federn an den Flügeln zu erkennen. Bereits nach einer Woche begannen die Küken im Stall herumzuflattern. Sogar per Live-Stream konnten Interessierte die Küken ganz bequem von zuhause aus in Echtzeit beobachten.

Zu den Faschingsferien endete das Projekt mit einer Ausstellung über das Haushuhn, welche in der Aula der Mittelschule zu bestaunen ist. „Ein tolles Projekt, das allen Schülern viel Freude bereitet hat. Zudem ist uns bewusst geworden, dass jeder einzelne Mensch als Verbraucher beim Einkauf von Tierprodukten darauf achten sollte, wie es den Tieren bei der Herstellung des Produkts wirklich gegangen ist. Für uns als Umweltschule ist das Tierwohl ganz besonders wichtig“, betonte Antonia Fuchs als Schülersprecherin der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule.

Christian Schreiner


Bereits nach einer Woche begannen die Küken im Stall herumzuflattern. Sogar per Live-Stream konnten Interessierte die Küken ganz bequem von zuhause aus in Echtzeit beobachten.

„Für uns als Umweltschule ist das Tierwohl ganz besonders wichtig“, betonte Antonia Fuchs als Schülersprecherin der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule.


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